Bolyai-Wettbewerb: Finale in Budapest


Im Januar hatte unsere Schule zum ersten Mal am Bolyai-Wettbewerb teilgenommen, einem ursprünglich ungarischen Mathematikwettbewerb. Unser Team, bestehend aus Jan Luan, Jonas Paul, Wudi Wu und Tim Melzer, durfte als bestes Neuntklässler-Team deutschlandweit zum Finale nach Budapest fahren.

Am letzten Donnerstag des Schuljahres fuhren wir gemeinsam mit Herrn und Frau Glaum nach Ungarn. Wir hatten eine gute und meist staufreie Fahrt, die uns auch durch Österreich und an Wien vorbeiführte. Am frühen Abend erreichten wir unser kleines Hotel etwas abseits von Budapests Stadtmitte. Den restlichen Abend verbrachten wir mit typisch ungarischem Essen (das uns sehr geschmeckt hat, klare Empfehlung der ungarischen Küche!) und einem kleinen Rundgang durch die Stadt, bei dem wir unter anderem das Parlament und die Kettenbrücke zu Gesicht bekamen.

Der nächste Tag begann nach einem Frühstück mit einer S-Bahn-Fahrt in die Innenstadt. Die Bahntüren schließen sich nicht so, wie man es in Deutschland kennt; es piept laut und nach ungefähr 10 Sekunden geht die Tür dann ohne Bewegungssensor zu. Da sollte jeder am besten schon draußen oder drinnen sein! Vor dieser Fahrt trafen wir auch zum ersten Mal Frau Feser, die für die Organisation des Programms für die deutschen Teams zuständig war. Sie ist Lehrerin in Deutschland, kommt jedoch aus Ungarn und war uns daher eine große Hilfe, gerade mit ihren Sprachkenntnissen. Wir verbrachten den ersten Teil des Tages damit, zu viert in der Stadt herumzulaufen und zu sehen, was es hier alles gibt. Dabei sahen wir uns unter anderem den Burgpalast und die Fischerbastei an. Leider verging die Zeit dabei sehr schnell. Für den Nachmittag hatte Frau Feser einen Besuch im „Palast der Wunder“ organisiert, vergleichbar mit dem Mathematikum oder der Experiminta in Frankfurt. Hier gibt es verschiedene mathematische und naturwissenschaftliche Stationen, bei denen man interessante Dinge beobachten und herausfinden kann. Auch hier hatten wir viel Spaß, besonders beim Lesen der ungarischen Schilder.

Am Samstag war es so weit: In einem Gymnasium wurde das Finale des Bolyai-Wettbewerbs veranstaltet. Obwohl der Wettbewerb erst um 11 Uhr stattfand, versammelten wir uns schon früh in der Schulaula. Dort wurde eine Willkommenszeremonie mit Volkstanz arrangiert, und auch der Gründer des Bolyai-Wettbewerbs und eine Vertreterin der österreichischen Botschaft waren anwesend. Frau Feser war ebenfalls dabei und übersetzte für uns die Willkommensrede und die Regeln des Wettbewerbs. Der Wettbewerb an sich dauerte eine Stunde. Die Aufgaben waren interessant, und als wir sie abgaben, hatten wir ein gutes Gefühl. Wir wurden nicht enttäuscht, im Gegenteil, wir waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis, denn wir belegten den zweiten Platz vor Österreich und Rumänien. Insgesamt nahmen sechs Länder/Gebiete an dem Wettbewerb teil.

Auch die Siegerehrung war sehr aufwändig gestaltet. Nach der Ehrung der jeweiligen Jahrgänge gab es Auftritte von Musikern. Am Nachmittag bekamen wir noch eine Führung im Parlament – ein sehr beeindruckendes Gebäude, sowohl von innen als auch von außen. In der Zwischenzeit konnten wir das Red Bull Air Race als Zuschauer verfolgen. Bei diesem Rennen ist es das Ziel von Kleinflugzeugpiloten, so schnell wie möglich um Hindernisse zu fliegen. Nach der Führung fuhren wir mit einem Bus zur Margareteninsel, einer autofreien Insel, auf der man Tretkutschen leihen kann. Damit hatten wir eine Stunde viel Spaß und testeten unsere Fahrkenntnisse, bevor wir zum Hotel zurückfuhren. Vor der Rückfahrt aßen wir dort noch, schauten das WM-Spiel Deutschland–Schweden und erholten uns von diesem ereignisreichen Tag. Um 10 Uhr abends fuhren wir dann zurück nach Deutschland. Morgens um 6 Uhr kamen wir schließlich müde an.

Tim Melzer und Wudi Wu, 10b


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